

































SCHALE, Qingbai-Seladon, Song–Yuan-Zeit (960–1368 n. Chr.)
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> Produktanfrage sendenEine Qingbai-glasierte Schale aus der Song–Yuan-Zeit.
Yingqing-Keramik, auch als Qingbai bekannt, ist eine Keramikart, bei der eine durchscheinende Glasur auf einen weißen Scherben aufgetragen wird, die an den Stellen, an denen sie dicker ist, eine zarte Blaufärbung zeigt. Sie entwickelte sich vor allem in den Öfen von Jingdezhen während der Song-Dynastie und wurde in einer Vielzahl von Formen hergestellt — Schalen, Teller, Becken, Krüge und dergleichen. Dieses Exemplar ist eine relativ große Schale und zeigt die einfache, schmucklose Form sowie den weichen, blassen Glasurton, die für die Yingqing-Keramik der Song–Yuan-Zeit charakteristisch sind.
Der Rand weitet sich sanft nach außen, der Körper verjüngt sich zur Taille hin und ruht auf einem niedrigen, soliden Fuß. Der Durchmesser der Mündung beträgt etwa 19 cm, was für eine Teeschale relativ groß ist und sich den Proportionen einer Schale annähert, wodurch sie ein großzügiges Format erhält. Mehrere feine, eingetiefte Linien umkreisen den Bereich unterhalb des Rands und definieren dezent das Profil des Gefäßes innerhalb seiner zurückhaltenden Schlichtheit.
Im Inneren bedeckt eine schattenblaue Glasur die Oberfläche und erzeugt einen blass bläulich-weißen Ton. In der zentralen Vertiefung bleibt eine kreisförmige Spur wiederholter Brandvorgänge erhalten, und darum hat sich ein ringförmiges Röten durch den Brand gebildet. Die Bläue der Glasur, das Weiß des Tonkörpers und die rötlichen Töne des Brandes überlagern sich und schaffen in der Vertiefung eine natürliche, landschaftsähnliche Wirkung.
Die Außenseite ist dünn glasiert, sodass die Drehrillen auf einer graustichigen Oberfläche sichtbar bleiben. Im Gegensatz zur bläulich-weißen Glasur im Inneren zeigt die Außenseite ausgeprägte Tonnuancen und Brandfärbungen, sodass innen und außen deutlich unterschiedliche Erscheinungsbilder entstehen. Um den Fuß ist der Körper freigelegt und offenbart weißgebrannten Ton mit anhaftenden Partien aus rotem Ton.
Obwohl großzügig proportioniert, wirkt sie nicht übermäßig schwer; beim Halten vermittelt sie die schlichte, geradlinige Bauweise, die für Keramik der Song–Yuan‑Zeit typisch ist. Für eine Matcha‑Schale zwar etwas breit, sind ihre Maße dennoch bestens als Teeschale geeignet. Sie lässt sich auch gut mit Utensilien für Sencha oder chinesischen Tee kombinieren und kann als Untersetzer für eine Teekanne oder als Schälchen für Süßigkeiten dienen.
Am Rand befinden sich kleine Abschlagstellen und Abriebe. Die Glasur weist altersbedingten Verschleiß, feine Netzrisse und anhaftende Ablagerungen auf, dennoch ist die Gesamtform gut erhalten. Bemerkenswerte Merkmale sind Spuren mehrmaliger Brennvorgänge im Inneren der Schale, der zarte bläuliche Ton der schattenblauen Glasur sowie die feinen Variationen der Brandfärbung.
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