











































VIERÖSIGES GEFÄSS, Ko-Seto, ascheglasiert, Kamakura-Zeit (1185–1333 n. Chr.)
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Ein aschenglasiertes, vierhenkeliges Ko-Seto-Gefäß aus der Kamakura-Zeit.
Ein vierhenkeliges Gefäß mit rundem Körper, kurzem Hals und stark umgeschlagener Mündung. An der Schulter sind vier Henkel angebracht, wodurch es eine beachtliche Höhe von 31 cm erreicht. Obwohl es auf zusätzliche Ornamentik verzichtet, vermitteln der dicke Rand, die breite Schulter und die Masse des Körpers die robuste Präsenz, die für mittelalterliche Ofenkeramik charakteristisch ist.
Ko-Seto bezeichnet die in den Seto-Öfen hergestellte Keramik, die im mittelalterlichen Japan vollständig glasiert wurde. Krüge, Flaschen und vierhenkelige Gefäße wurden mit Ascheglasur gefertigt und dienten in der Kamakura-Zeit sowohl in Tempeln als auch in Haushalten der Samurai. Auch dieses Exemplar beruht nicht auf feiner Ornamentik; die Tonstruktur, der Fluss der Ascheglasur und die raue Wirkung des Brandes bestimmen seinen visuellen Reiz.
Die Oberfläche des Gefäßes ist mit einer Ascheglasur überzogen, die von aschgrünen bis zu leicht gelblichen Tönen reicht. Die Glasur fließt von der Schulter über den Körper herab und bildet an der Vorderseite eine ausgeprägte Laufspur. Glasierte Flächen wechseln sich mit freiliegendem Ton ab, und die Oberfläche weist sowohl Drehspuren als auch eine beim Brand im Ofen entstandene Aufrauung auf.
Die vier kleinen Laschen tragen kammartige Einschnitte auf ihren Flächen. Obgleich funktional, bilden sie einen ansprechenden Akzent am runden Korpus. Der kräftig umgerollte Rand und die auf der Schulter erhaltenen Effekte der Ascheglasur sind weitere Besonderheiten.
Am Rand und an den Henkeln zeigen sich Gebrauchsspuren; am Korpus sind Reparaturen, Brandschädigungen und Stellen mit Glasurverlust sichtbar. Um den Standring haften Erdspuren. Dieses Ko-Seto-Vierhenkelgefäß aus der Kamakura-Zeit zeigt deutlich die fließende Ascheglasur und die grobe Textur des Tons.
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