ROCANIIRU (入蘆花)
Der Name ROCANIIRU (入蘆花) stammt von einem Zen-Spruch aus der Teeschule: 「白馬入蘆花」 – „Ein weißes Pferd betritt ein Feld aus weißen Schilfblüten“.
Wenn ein weißes Pferd in ein Feld aus weißen Schilfblüten am Fluss tritt, verschmelzen Pferd und Blüten zu einem einzigen Weiß. Und doch existieren beide weiterhin – das Pferd und die Blüten.
Ich glaube, dieser Ausdruck spricht von einer Verkörperung des Einswerdens mit der Natur.
Als ich noch ein Teenager war, trank ich einmal Tee auf einem Berg bei Vollmond.
Irgendwann löste sich die Komplexität meines Selbst auf, und nur der gegenwärtige Moment blieb bestehen – inmitten der Berglandschaft, des Himmels und des Mondes, die sich mit der Zeit veränderten.
So wie das weiße Pferd im Schilf verschwand, verschmolz auch ich mit dem Mondlicht jener Nacht – mit der Natur selbst.
Diese Erfahrung ist für mich unvergesslich. Vielleicht verfolge ich bis heute dieses geheimnisvolle Gefühl, das sich nicht in Worte fassen lässt.
Eine Antiquität in die Hand nehmen,
wilde Blumen aus dem Feld arrangieren,
Tee trinken mit Wasser aus dem jeweiligen Ort –
all das ist für mich gleichbedeutend: eine echte Verbindung zur Natur.
In der zivilisierten Zeit verlieren wir allmählich unsere Körperlichkeit.
Im Alltag, wenn ich Tee trinke, verbinde ich mich mit den Pflanzen.
Wenn ich alte Gegenstände berühre, verbinde ich mich mit der Erde.
Ich gehe in die Berge, grabe in der Erde, spüre den Wind –
und ich wünsche mir, zu diesem Land, zur Natur zurückzukehren. So lebe ich.
Hochachtungsvoll,
ROCANIIRU










