





























STIELSCHALE, Seladon, krakelee-glasiert, mit Holzkiste, Yuan–Ming-Dynastie(1206–1644 n. Chr.)
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Eine dicke blaugraue Glasur wurde über einen gräulich-weißen Scherben aufgetragen; ein feines Rissnetz (Craquelé) zieht sich über die gesamte Oberfläche und erzeugt eine Alterspatina. An einzelnen Stellen ist das Rissbild dunkler ausgeprägt, was eine größere räumliche Tiefe vermittelt. Die Form ist geschlossen und von kräftiger Substanz; der hohe Fuß ist vergleichsweise ausgeprägt – ein unterscheidendes Merkmal. Der Fuß ist sauber gearbeitet, und der an der Fußkante freiliegende Scherben zeigt ein festes Gefüge; um den Fuß sind außerdem Sandreste sichtbar. Diese Merkmale sind typisch für die regionalen Volksöfen, die der Longquan-Ofentradition zuzurechnen sind und von der Yuan- bis zur Ming-Zeit (ca. 14.–15. Jahrhundert) florierten, mit dem Schwerpunkt bei den Minqing-Öfen in Fujian.
Eine Teeschale derselben Hand wird im Katalog Chawanshō, Teil II (Giichiro Kato) als Goryeo-Celadon aufgeführt, sollte jedoch korrekt als Beispiel aus dem Produktionskreis von Longquan gelten. Obwohl ihre Form archaisch und unprätentiös ist, besitzt sie eine zurückhaltende Würde; ihr Erhaltungszustand ist ebenfalls gut, weshalb sie sowohl für die Verwendung in der Teezeremonie als auch für die ästhetische Betrachtung hervorragend geeignet ist.
Mit Holzkiste. Keine Absplitterungen oder Restaurierungen.
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