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ALTES GEFÄSS, Tamba, Edo-Zeit(1603–1867 n. Chr.)

AngebotCHF 252.00

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Ein Tamba-Gefäß aus der Mitte der Edo-Zeit.

Dieses Gefäß misst etwa 28cm in der Breite und 26cm in der Höhe, hat einen runden, bauchigen Korpus und einen kurzen, aufrechten Rand. Seine Proportionen—weder zu groß noch zu klein—erleichtern die Platzierung auf dem Boden, einem Regal oder im Eingangsbereich und vermitteln eindrucksvoll die Präsenz antiker Keramik.

Ein Teil des Randes trägt eine Kerbe, offenbar zum Aufhängen einer Schöpfkelle vorgesehen. Dieses Detail, das gelegentlich bei älteren Shigaraki-Gefäßen vorkommt, sollte nicht als bloße Beschädigung gedeutet werden, sondern als Hinweis auf die Verwendung des Gefäßes zum Umgang mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten. Auf der gegenüberliegenden Seite des Randes befindet sich eine größere Abplatzung; auch diese ist bei diesem Gefäß Teil seines visuellen Charakters geworden.

Über den gesamten Körper hat sich im Ofen reichlich natürliche Ascheglasur abgesetzt und bildet eine komplexe Schichtung aus weißem, fließendem Aschebelag, dunkelbraunen Brandverfärbungen und rötlichem Ton. Tamba-Keramik zählt zu den sechs alten Brennzentren Japans und stellte lange Zeit vorwiegend Alltagsgefäße wie Krüge, Vorratsgefäße und Mörser her. Wenn Asche im Brandraum herabsinkt und das Zusammenspiel von Ton und Feuer natürliche Glasuren entstehen lässt, sind zahlreiche bemerkenswerte Arbeiten entstanden. Dieses Stück ist kein formal makelloser, verfeinerter Krug, doch der weiße Fluss auf der Vorderseite ist kraftvoll und vermittelt deutlich die Wirkung von Feuer und Asche. Abplatzungen am Rand, zahlreiche Ofennarben und Abschürfungen am Körper wurden nicht repariert, sondern unberührt belassen. Hier zeigt sich ein Ausdruck, der einzig einem durch Gebrauch gezeichneten Gefäß eigen ist—eine Erscheinung, die seine Mängel nicht tadelt, sondern vielmehr eine eigenständige Schönheit offenbart, die sich von der eines unversehrten Exemplars unterscheidet.

Dieses Gefäß trägt zahlreiche Gebrauchsspuren, lädt jedoch auf eigentümliche Weise Blumen ein. Werden Zweige oder wilde Blumen locker darin arrangiert, umschließen Abplatzungen und raue Partien der natürlichen Glasur die Blumen und offenbaren eine ungekünstelte Schönheit. Statt als ein gepflegtes, makelloses Exemplar ist diese antike Keramik als Zeugnis verstrichener Zeit zu genießen.

Aufgrund seines Alters weist der Rand Einkerbungen auf, die vermutlich durch eine Kelle sowie durch einen größeren Ausbruch entstanden sind; der Körper zeigt Abrieb, Ofennarben, Stellen mit abgeplatzter natürlicher Glasur, Eisenverfärbungen und anhaftende Ablagerungen. Zwar finden sich zahlreiche Gebrauchsspuren, doch beeinträchtigen sie die Gesamtform des Gefäßes nicht wesentlich, und es bewahrt den tief ausdrucksvollen Charakter eines alten Tamba-Gefäßes.

w28 x d28 x h26cm

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