












GLAS, Graviertes mit Farndesign, Meiji-Zeit(1868–1912 n. Chr.)
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Dieses exquisite Stück ist ein Glasbecher, der während der Meiji-Zeit gefertigt wurde und die Gravurtechnik namens Gravur nutzt, die ein zartes Farnmuster zeigt, das kunstvoll in seine Oberfläche eingearbeitet ist. Das Glas, leicht grünlich getönt, gehört zur Kategorie des Uran-Glases, das seine charakteristische Färbung aufgrund von Spurenmengen an Uran aufweist. Bei Beleuchtung mit Schwarzlicht in einer dunklen Umgebung gibt es eine subtile Fluoreszenz ab. Der Körper des Gefäßes zeigt Blasen und Wellen, die während der Produktion entstanden sind, und spiegelt die Unebenheiten und die rustikale Verarbeitung wider, die für die Glasherstellung der Meiji-Zeit charakteristisch sind.
Die Gravurtechnik, bei der eine Klinge sanft über das Glas gleitet, um einen malerischen Effekt zu erzeugen, ist eine der ausdrucksstarken Methoden, die in der westlichen Kunst des 17. Jahrhunderts entwickelt wurden. Im Gegensatz zu den geometrischen und scharfen Linien des Edo Kiriko manipuliert die Gravur Abstufungen, Tiefe und Schatten, um dem Glas einen sanften Ausdruck zu verleihen. Diese Technik wurde zu Beginn der Meiji-Zeit von vorbildlichen Fabriken wie der Shinagawa Glass Manufacturing Company in Japan eingeführt und festigte sich durch das Können geschickter Handwerker.
Das Farn, ein Symbol für Langlebigkeit und Wohlstand, wird seit der Heian-Zeit als glücksbringende Pflanze angesehen und fand seinen Weg in verschiedene dekorative Künste wie Poesie, Maki-e (gestreutes Bild) und Färben. Interessanterweise erlebte Europa im 19. Jahrhundert einen leidenschaftlichen Hype, der als "Pteridomanie" bekannt wurde, was zu einer Fülle von Farnmotiven in Keramiken, architektonischen Dekorationen und sogar Glaswaren führte. Das Farnmotiv resoniert mit den Strömungen des Japonismus und des Jugendstils und macht es zu einem einzigartigen Motiv, das östliche und westliche ästhetische Empfindungen verbindet.
Die gravierten Farne verändern ihre Schatten je nach Lichtwinkel und scheinen sanft aus dem Gefäß zu steigen, wodurch eine sanfte Dreidimensionalität entsteht. Die sorgfältig eingearbeiteten Linien, die bis zu den Blattadern reichen, verkörpern eine Absicht, die über bloße Dekoration hinausgeht, indem sie westliche Bildhauerkunsttechniken mit traditionellen japanischen Symbolmustern vereinen und so einen Geist des Naturalismus widerspiegeln.
Das Aufkommen solcher Glaswaren fiel mit der Welle der Zivilisation und Aufklärung zusammen. Als westliche Vorlieben für Bier, Limonade und Eiscreme auf den Esstischen eingeführt wurden, entstand eine Nachfrage nach neuen Gefäßen, die als "Becher" bezeichnet wurden. Die transparente und zerbrechliche Natur des Glases symbolisiert das Wesen der Modernität, und die Gravur traditioneller glücksbringender Motive wie des Farns verbindet das spirituelle Erbe Japans mit einem neuen kulturellen Lebensstil und repräsentiert ein eklektisches Handwerk.
Dieses Stück ist in ausgezeichnetem Zustand, ohne nennenswerte Abplatzungen oder Risse auf der Glasoberfläche, und bewahrt sanft die Atmosphäre seiner Zeit.
Es sind zahlreiche Produktfotos verfügbar. Bitte prüfen Sie die Details und den Zustand. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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