






















TEEKISTE, Joseon-Dynastie(1392–1897 n. Chr.)
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Diese exquisite Teekiste, die während der Joseon-Dynastie (1392–1897 n. Chr.) gefertigt wurde, ist mit einer Technik aus koyori hergestellt, die sich auf dünne Streifen von Washi-Papier bezieht, die von Hand zu fadenähnlichen Formen gedreht werden. Aufgrund ihrer zarten Natur und Stärke wurde koyori historisch in einer Vielzahl von gewebten Gegenständen eingesetzt, darunter Werkzeuge, dekorative Objekte und alltägliche Essentials. Diese Teekiste verkörpert das kunstvolle Handwerk der Epoche und erklärt, warum sie über Generationen hinweg geschätzt wurde.
Das bemerkenswerte Gewebe, das die gesamte Kiste umhüllt, ähnelt blühenden Blumen und fesselt den Betrachter mit seiner ästhetischen Schönheit auf den ersten Blick. Besonders hervorzuheben ist, dass das florale Muster nicht nur dekorativ ist; es verkörpert akribische Ingenieurskunst, die sowohl visuelle Anziehungskraft als auch die erforderliche Haltbarkeit für den praktischen Gebrauch gewährleistet. Als Benutzer fühle ich mich immer wieder von ihrer Schönheit angezogen, was ihren Charme jedes Mal, wenn ich sie in die Hand nehme, erneut bestätigt.
Ein weiterer verlockender Aspekt dieser Teekiste ist ihr hervorragender Zustand, der im Laufe der Zeit bemerkenswert gut erhalten geblieben ist. Die Integrität des Bandes ist besonders beeindruckend, da das koyori-Gewebe intakt und sicher bleibt, ein Beweis für die sorgfältige Pflege, die es im Laufe seiner Geschichte erhalten hat. Obwohl es sich um ein antikes Stück handelt, das mit Geschichte durchdrungen ist, fügt sich seine Schönheit nahtlos in das zeitgenössische Leben ein und macht es zu einem praktischen Gegenstand für den täglichen Gebrauch.
Wenn Sie sich entscheiden, diese Teekiste in Ihre Sammlung aufzunehmen, hoffe ich, dass Sie sie nicht nur als Antiquität, sondern als funktionales Stück schätzen, das über die Jahre genossen werden kann. Trotz ihres zarten Aussehens ist diese koyori-Teekiste bemerkenswert robust. Ob zur Aufbewahrung von Teegeräten oder als besondere dekorative Kiste verwendet, wird sie zweifellos ihren Charme in vollem Umfang zur Schau stellen. Ich ermutige Sie, dieses außergewöhnliche Stück als lebenslange Ergänzung Ihrer Sammlung in Betracht zu ziehen.
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Das Schönheitsverständnis jener Zeit legte den Fokus nicht auf äußeren Glanz oder technische Raffinesse, sondern auf Formen und Gestalten, die das Innere des Menschen leise unterstützen. Alltagsgegenstände und Möbel waren nicht bloß Werkzeuge des Gebrauchs, sondern könnten als „Dojo“ verstanden werden – Orte der inneren Übung, die das Verhalten und die Geisteshaltung im Alltag ordneten. Schlichte Gefäße im Studierzimmer eines Gelehrten, einfache Schreibtische, ungeschmückte Pinselhalter – all dies war nicht nur Objekt des Blicks, sondern zugleich Spiegel der eigenen Haltung und Gedanken.
Dass die kunsthandwerklichen Erzeugnisse aus der Joseon-Zeit eine „zurückhaltende Präsenz“ besitzen, ist kein Zufall. Sie entstanden mit der Absicht, sich mit der menschlichen Geisteshaltung in Einklang zu bringen – nicht, um den Betrachtenden zu überwältigen, sondern um mit ihm zu atmen, ihn still zu begleiten und auszubalancieren.
Im Fall des weißen Porzellans etwa wurden unbeabsichtigte Phänomene – wie feine Fließspuren der Glasur, das leichte Zittern des Tones oder kleine Asymmetrien der Form – als ästhetisch gültig akzeptiert. Darin lebte ein Geist der Annahme, der sich grundlegend vom modernen Schönheitsideal der Perfektion und Gleichförmigkeit unterschied. Diese Haltung stellte die Grenze zwischen Natur und Mensch, zwischen Schönheit und Unvollkommenheit, zwischen Objekt und Geist infrage – und kann durchaus als Ausdruck eines ganzen Zeitgeistes verstanden werden.
Man könnte sagen, dass die Schönheit der Joseon-Zeit keine „Demonstration“, sondern eine „Resonanz“ ist. Es geht nicht um die bloße Anziehungskraft eines Objekts, sondern um dessen Fähigkeit, einen Denkraum zu eröffnen – einen Anlass, über das eigene Menschsein nachzudenken. Deshalb dürfen Dinge nicht „zu viel sprechen“; sie müssen Stille, Leere und Zwischenräume in sich tragen. Eine solche Denkweise scheint im Wesen des damaligen Kunsthandwerks verankert zu sein.
Diese Werte fanden schließlich auch ihren Weg über das Meer nach Japan und ließen sich dort tief verwurzeln. Besonders in der Welt des Teewegs (Chanoyu) wurden Joseon-Porzellane und Buncheong-Waren bereits in der späten Momoyama-Zeit (Ende 16. Jahrhundert) geschätzt. Ihre schlichte und stille Ausstrahlung wurde als Alternative zur Strenge chinesischer Importwaren empfunden. Das ästhetische Ideal des „dem Ungesagten lauschen“, das dem Teeweg zugrunde liegt, harmonierte tief mit dem Schweigen und der Unvollkommenheit der Joseon-Gegenstände – und schuf eine Blickrichtung, die im „Wabi-Sabi“-Geist wurzelt.
In der Moderne schließlich entdeckten Denker der Mingei-Bewegung wie Yanagi Sōetsu und Kawai Kanjirō in den Werken aus Joseon „eine Kraft, die den Menschen reinigt“ sowie „eine Form des Lebens, wie es sein sollte“. In einer Zeit, in der das Handwerk in Vergessenheit zu geraten drohte, galten diese Objekte nicht nur als alte Artefakte, sondern wurden als Spiegel einer existenziellen Haltung tief geschätzt und geehrt.
Wenn ich heute einen kunsthandwerklichen Gegenstand aus der Joseon-Zeit berühre, bewegt mich dessen Stille erneut. In ihm lebt der Geist einer Epoche fort, die fragte, wie der Mensch leben und wie er sein sollte – und diese Stimme klingt bis heute unverkennbar nach.
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